Szenarien-Workshop für Schulklassen
Seltene Erden sind zentrale Ressourcen für digitale Technologien, erneuerbare Energien und Elektromobilität. Zugleich sind ihr Abbau und ihre globale Verteilung mit erheblichen ökologischen Belastungen, geopolitischen Abhängigkeiten und Fragen internationaler Gerechtigkeit verbunden. Das Thema bündelt somit technische, ökonomische und normative Dimensionen in exemplarischer Weise.
Der Szenarienworkshop für Schüler:innen ab der 11. Klasse nutzt ein partizipatives Zukunftsformat, um diese komplexen Zusammenhänge reflexiv zugänglich zu machen. In der Arbeit mit alternativen Zukunftsentwürfen entwickeln Schüler:innen eigenständige Szenarien, in denen unterschiedliche Handlungsoptionen, Zielkonflikte und Wertorientierungen sichtbar und diskutierbar werden. Die Methode schafft einen explorativen Denkraum, in dem Unsicherheiten, Ambivalenzen und normative Spannungen nicht vereinfacht, sondern produktiv bearbeitet werden.
Auf diese Weise verbindet der Workshop fachliche Auseinandersetzung mit der Förderung ethischer Urteilsfähigkeit, Perspektivenübernahme und diskursiver Kompetenz. Szenarienarbeit erweist sich damit als besonders geeignet, um gesellschaftspolitisch sensible Rohstofffragen im Sinne einer reflektierten, demokratischen Bildungsarbeit zu erschließen. Der Workshop versteht Seltene Erden nicht nur als geologische Ressourcen, sondern als Ausgangspunkt für ein Nachdenken über Zeit. Über Zukunftsversprechen. Und darüber, wie Gesellschaften entscheiden, welche Wege sie einschlagen.
Ziel: Die Schüler:innen entwickeln auf Basis multiperspektivischer Expertise von Expert:innen aus den Bereichen Wirtschaft, Politik, Geologie, Umwelt und Kunst fundierte Zukunftsszenarien zum Thema Seltene Erden.
Wann: Montag, 11. Mai 9:30-13:30 Uhr
Wo: Museum für Naturkunde Berlin
Anmeldungen unter: netzwerknaturwissen@mfn.berlin